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Die «Benin-Bronzen» sind wieder daheim

Autor: Ethnographic Museum UZH

In einer Zeremonie im National Museum in Lagos hiess die Bundesrepublik Nigeria die 14 Artefakte willkommen, die sich bis März diesen Jahres in der Sammlung des Völkerkundemuseums der Universität Zürich befanden.

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Museumsdirektorin Alice Hertzog bei der Zeremonie. Foto: Afrikafun, Thobix

«We now bid them a fond farewell as they settle back in and reacquaint themselves with life back home», sagte Alice Hertzog gestern in ihrer Rede vor den 100 geladenen Gästen: Dass wir Adieu sagen und den Artefakten von Herzen alles Gute wünschen beim Wiedereinleben zu Hause. Unsere Museumsdirektorin hat die Rückkehr begleitet, gemeinsam mit Kurator Afrika Alexis Malefakis und Geschäftsführerin Barbara Welter Thaler.

Alle 14 «Benin-Bronzen» aus unserem Museum sind heimgekehrt, zusammen mit je zwei Objekten aus dem Zürcher Museum Rietberg und dem Musée d’ethnographie de Genève MEG. Die unrechtmässige Aneignung dieser Artefakte hatte die kollaborative Provenienzforschung im Rahmen der Benin Initiative Schweiz BIS ans Licht gebracht; die Trägerschaften der Museen – die Universität Zürich sowie die Städte Zürich und Genf – unterschrieben im Frühling die Eigentumsübertragung.

An der Zeremonie gestern im National Museum in Lagos nahmen zahlreiche Repräsentant:innen der beteiligten Institutionen und der zwei Staaten teil: Olugbile Holloway, Generaldirektor der National Commission for Museums and Monuments NCMM, die Direktorinnen der drei Museen, Annette Bhagwati (Museum Rietberg), Carine Ayélé Durand (MEG) und Alice Hertzog, aber auch Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa sowie die Schweizer Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.

Die beiden Politikerinnen unterzeichneten im Rahmen der Feier zudem ein Abkommen gegen den illegalen Kulturgütertransfer (LINK EDI?). Die Arbeitsbeziehungen, die durch die Benin Initiative Schweiz BIS (LINK) entstanden, hätten zum Vertrauen und zum Verständnis beigetragen, die das Kulturerbe-Abkommen nun ermöglichten, hiess es in der gemeinsamen Medienmitteilung (LINK). Die BIS wurde vom Bundesamt für Kultur BAK gefördert.

Vor ihrer Zeit bei uns erforschte Alice Hertzog im Rahmen dieser Initiative die «Benin-Bronzen» aller acht beteiligten Museen. Die heutige Rückgabe dieser Artefakte stellt einen Meilenstein ihrer Museumsdirektion dar und unterstreicht zugleich die gesellschaftliche Bedeutung von kollaborativer Forschung. Wir verpflichten uns diesen partizipativen Ansatz in unserer Arbeit fortzuführen.

Hier können Sie die gemeinsame Medienmitteilung  einsehen, die die Schweizerische Eidgenossenschaft, die Bundesrepublik Nigeria sowie das Musée d’ethnographie de Genève MEG, das Museum Rietberg und das Völkerkundemuseum der Universität Zürich am 29. Juni 2025 veröffentlicht haben.

Hier können Sie unseren Newsartikel  über die am 20. März 2026 unterzeichnete Eigentumsübertragung lesen.

Die Benin-Artefakte, die sich zuvor in unserer Sammlung befanden, waren bis am 8. März 2026 in der Ausstellung  «Benin verpflichtet» zu sehen.

Fotos von der Zeremonie am 29. Juni 2026 am National Museum in Lagos, Nigeria. Fotos: Afrikafun, Thobix

Das Auspacken der «Benin-Bronzen» am National Museum in Lagos, Nigeria. Photos: Afrikafun, Thobix / Team Völkerkundemuseum UZH

Benin Artefacts: When Research Leads to Restitution

Museumsdirektorin Prof. Dr. Alice Hertzog erzählt die Geschichte von 14 «Benin-Bronzen»: Wie sie im Königreich Benin geplündert wurden, warum sie in einem Schweizer Museum landeten und wie gemeinsame Forschungsarbeiten schliesslich den Weg für ihre Rückgabe ebneten. (Auf Englisch, mit englischen Untertiteln.)

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